Die klären das schon…

Geschrieben von: studydogs

Veröffentlicht am 08 / 12 / 2016

Die klären das schon…

 

Aber wieso denn eigentlich? Wieso müssen meine Hunde mit anderen Hunden draußen etwas klären? Mit Hunden, die sie vielleicht zwei oder drei Mal die Woche oder sogar noch seltener sehn?

 

Ich persönlich vertrete die Meinung, dass meine Hunde draußen mit fremden Hunden, oder auch mit Hunden von Freunden und Bekannten, die sie etwas besser kennen, nichts klären müssen. Warum?

 

Wenn einer da was klärt, dann bin ich das, denn was ist das wichtigste, das meine Hunde lernen sollen? Dass ich mich um Angelegenheiten kümmere und meinen Hunden Schutz biete und vorallem, dass ich sie nicht in eine Situation kommen lasse, wo sie alleine etwas klären müssen.

 

Anders sehe ich das in einem Rudel oder Familienverband, denn unseren Hunden erlaube ich schon, dass sie auch mal untereinander Grenzen aufzeigen, denn sie leben 24 Stunden/7 Tage die Woche zusammen und müssen wissen, wer was wann, wie meint. Ein Rudel oder Familienverband ist für mich eine Gruppe von Hunden, die verwandt oder nicht verwandt sind und zusammen leben also tagtäglich miteinander zu tun haben.

 

Hunde sammeln immer Erfahrungen, wenn sie etwas klären müssen. Entweder gehen sie noch selbstbewusster und größenwahnsinniger hervor oder aber es passiert das Gegenteil, mein Hund wird so oft untergebuttert, dass er sich daraufhin gegenüber schwächeren zur Wehr setzt und anfängt die gelernten Verhaltensweisen auf schwächere zu übertragen. Deswegen ist Mobbing unter Hunden ja auch ein großes Thema. Beides sind keine wirklich tollen Situationen.

 

Und vor allem erreiche ich so hauptsächlich, dass mein Hund in Situationen mit anderen Hunden gestresst ist. Egal ob er meint er sei der Größte, oder ob er denkt, dass er sich verteidigen muss, weil er sonst untergebuttert wird.

 

Ich persönlich habe es jedoch lieber, dass meine Hunde in Situationen mit anderen Hunden relaxt sind und vor allem neutral. Ich tue einfach das, was mein Bauchgefühl mir sagt. Als Rudel verhalten sich Hunde auch meist noch etwas anders, als wenn ich mit einem einzelnen Hund gehe.

Zu der Zeit in der wir 5 Hunde hatten war folgende Konstellation: Kira 15,5 Jahre; Jenna und Ashanti 5 Jahre, Grace 2 Jahre und Kentucky 8 Wochen. Natürlich bin ich auch mit allen zusammen mal spazieren gegangen. Kam nun ein anderer Hund unangeleint in unser Rudel gerasselt so war schon klar, dass Kira verteidigt wird und auch Kentucky als Welpe verteidigt wird. Da waren sich alle meine Hunde einig und macht ja auch Sinn. Die alten und ganz jungen müssen geschützt werden, denn meine Kira wäre einfach umgefallen, wenn sie jemand angestoßen hätte. Und Kentucky hat ja nur im eigenen Rudel einen gewissen Welpenschutz.

Ashanti hätte es auch nie zugelassen, dass ein fremder Hund an ihr Baby oder ihre Kira heran darf.

 

Da ich um die Konstellation wusste, habe ich bewusst immer gebeten, dass die anderen Hunde nicht zu meinen kommen. Meine Hunde brauchen keinen Kontakt zu fremden Hunden und sie wollen ihn auch nicht, denn sie haben sich. Dadurch, dass ich meine Hunde also nicht in solche Situationen mit fremden Hunden kommen lasse haben sie ein ungeheures Vertrauen in mich und sind anderen Hunden gegenüber neutral.

 

Als Kentucky 8 Monate alt war zog ein Dackel in eins der Nachbarhäuser und dieser rannte, natürlich unangeleint, immer zu ihm und kläffte ihn an. Auch auf mehrmaliges Bitten den Hund abzurufen und anzuleinen reagierte der Besitzer nicht. Er kam immer mit der Begründung: mein Hund ist erst 8 Monate alt, woraufhin ich antwortete, dass meiner auch gerade erst 8 Monate alt ist.

Was ich mich immer dabei frage ist: muss es denn dazu kommen, dass ein größerer Hund sich immer erst umdrehen muss, nur weil ein kleinerer auf ihn rennt und ihn anbellt? Das muss doch alles nicht sein und etwas Rücksichtnahme wäre doch für jeden Hundehalter gut und würde sämtliche Situationen entschärfen.

 

Ich möchte einfach nicht, dass meine Hunde durch Unachtsamkeit in eine Beißerei verwickelt werden.

 

Also was kann man tun?

 

Relativ simpel:

  • für die Belange des eigenen Hundes einstehen
  • dem eigenen Hund Sicherheit bieten
  • sich schützend vor den eigenen Hund stellen
  • sich mit anderen Hundebesitzern absprechen
  • die eigene Vorstellung eines Hundekontaktes bei anderen Besitzern verständlich machen

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