Denkt er schon – oder hilfst du noch?

Geschrieben von: studydogs

Veröffentlicht am 22 / 04 / 2016

Denkt er schon, oder hilfst du noch?

Auf dem letzten Seminar was ich gegeben hab, hörte ich sehr oft: „Mein Hund ist zu doof dafür“. Ich bin immer wieder erstaunt über solche Aussagen, denn ich liebe meine Hunde und würde niemals sagen,dass sie zu doof für irgendwas sind. Mit unseren Hunden ist es wie bei uns Menschen ja auch, der eine lernt schneller, der andere braucht eben etwas länger, ABER wenn man auch mal etwas Geduld hat, dann kann man mit jedem Hund trainieren und auch Ziele erreichen.

Liegt es nicht eher an mir, dass ich mein Training so umstrukturieren muss, dass mein Hund auch die Chance hat überhaut darüber nachdenken und vorallem lernen zu können?!

Meist sind unsere Ansprüche als Hundehalter auch einfach zu hoch für unseren Hund, für den jetzigen Trainingsstand.

In meinem Training zerlege ich komplexe Übungen in kleinste Einzelteile, damit mein Hund wirklich eine Chance hat zu lernen und zu verstehen. So mache ich meinem Hund das lernen einfacher und mein Hund bekommt die Chance selbständig mitzudenken.

Durch das selbständige Mitdenken lernt mein Hund die Übungen viel genauer und er kann sie besser wiedergeben.  Ebenso ist es gesundheitlich von Vorteil, denn unsere Hunde sind so geistig ausgelastet, weil sie selbst denken dürfen und wir Menschen nicht immer alles zeigen.  Unser Hund lernt so, dass er auch selbst auf eine Idee kommen kann und dies bildet immer mehr Synapsen im Gehirn unseres Hundes.

Ein Hund der gelernt hat selbst zu denken, kommt auch bei anderen Übungen eher auf eine Idee, als ein Hund, der immer alles gezeigt bekommt.

So sagte schon Konfuzius: „Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich. Lass es mich tun und ich verstehe.“

Warum also lassen wir unseren Hund nicht einfach mal selbst was tun und sich eine Übung selbst erarbeiten?

Nehmt zB einen Handtouch (nützlich für den Tierarztbesuch, Zeckenentfernen, Augentropfen geben etc). Hier habe ich in einer Hand Futter und in der anderen Hand ncihts. Beide Hände halte ich meinem Hund nun hin (die Hände dicht beieinander). Mein Hund wird nun erst mal zu der Hand gehen, in der das Futter ist. Nun reicht mir schon,wenn mein Hund die andere Hand nur ansieht und dies bestätige ich direkt und gebe Futter in die Hand, die der Hund berühren soll, damit mein Hund das Futter daraus nimmt. Später warte ich auf ein Anstupsen der Hand und mein Hund wird wieder dafür belohnt. Dies baue ich aber wirklich in kleinen Schritten auf, es kann also sein, dass ich erstmal eine ganze Weile nur die Hand ansehen bestätige. Erst wenn mein Hund verstanden hat, dass er gegen die Hand tippen soll, fange ich an die Hände etwas weiter auseinander zu nehmen,vorher nicht.

Ich zerlege eine Übung also in viele kleine Einzelteile, damit mein Hund in seinem Tempo lernen kann.

Und ja, jeder Hund kann lernen und kein Hund ist zu doof dazu!

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